Am 14. Februar war es nun soweit: Das erste Turnier des Jahres stand auf dem Programm! Nachdem wir beim “Test Turnier” kurz vor Weihnachten bereits gegen einige der Gegner angetreten waren, und dank einer überzeugenden Leistung den zweiten Platz belegen konnten, hofften wir auch diesmal auf ein gutes Abschneiden.

Zur ersten Turnierteilnahme 2010 führte der Weg in die Freiberger-Arena ins Dresdner Ostragehege.

Etwas skeptisch wurden wir jedoch, als wir uns die örtlichen Gegebenheiten genauer ansahen. In der Eissporthalle waren die Fußball-Indoor-Plätze zwar wider erwarten doch eisfrei, jedoch waren sie relativ groß (was für Einige natürlich unliebsam weite Laufwege bedeuten würde) und es gab keine Banden (was für die Spieltaktik wieder Anderer eine nötige Umstellung mit sich brachte). Neben der bedrückenden Stimmung (zwischen Unterwelt und Bunker) war aber auch noch ungewöhnlich, dass ein sogenannter “Futsal” – also ein Ball in Kindergröße – unser Spielgerät sein sollte.

Wie dem auch sei, wir stürzten uns nach dem Erwärmen unmittelbar in’s Turnier gegen die 6 weiteren Mann- bzw. Frauschaften… Gleich als erstes wartete nämlich unser “Angstgegner” (zumindestens ist es ein solcher für den M., ich sage hier nur “Bahnschranke”). Die Fußballer-Inas stellten aber dann überraschender Weise (wahrscheinlich weil M. nicht im Tor stand) doch keine Gefahr da. Nachdem das erste Tor erzielt worden war, konnten wir durch gefälliges Kombinieren noch ein feines und deutliches 6:0 erspielen (immerhin der höchste Sieg aller Spiele dieses Turniers überhaupt!), welches leider nur mit 1:0 in die Wertung einging, da ein Sieg gegen die Mädels generell nicht höher gewertet wurde.

Auch die Ausrichter des Turniers schafften es nicht den Mädchen 6 Tore einzuschenken.

Nach dieser “Aufwärmübung”, mussten wir gegen das H-Team ran. Leider kamen wir hier gar nicht in’s Spiel. Und – dass muss an dieser Stelle noch einmal kritisch angemerkt werden: einige Leubnitzer hatten offenbar (wie so oft bei Turnieren) Angst vor der eigenen Courage. Gerade eigentliche Leistungsträger, die im Training ganz andere Leistungen abrufen können waren nicht in der Lage dies hier zu zeigen. Nach einer dürftigen Mannschaftsleistung sowie etwas Pech bei Schiri-Entscheidungen hieß es leider nur 0:2.

Gegen Potsdam Balla-Balla, unserem nächsten Gegner wurde es keineswegs besser. Ein nahezu identisches Spiel kam zustande. Lange blieb es beim 0:1. Als wir in den letzten Sekunden auf den Ausgleich drängten und alles nach vorn warfen (auch Thomas kam aus dem Tor mit nach vorn) fingen wir uns den Konter ein, der im verwaisten Gehäuse zur erneuten 0:2 Niederlage einschlug.

Der Schlusspunkt im Spiel gegen Potsdam: Der Konter zum 0:2.

Nun waren wir verständlicherweise ernüchtert und es gab etwas “Gegrummel”. Aber das gehört wohl dazu… Was zählt ist, die Steigerung der Leistung im vierten Spiel. Gegen den noch sieglosen Post SV Dresden musste ein Sieg her – das war Pflicht! Und den holten wir dann tatsächlich, wenn es auch wahrlich keine Glanzvorstellung war. Das erste Tor fiel nach einem energischen Antritt über Links. Christoph umkurvte zwei Spieler und schob den Ball in die Mitte, wo zwei Leubnitzer frei waren, und Frank souverän einnetzen konnte. Zum Schluss häuften sich Chancen für uns, und Jost nutzte einen Aussetzer eines Abwehrspielers zum 2:0 kurz vor der Schlusssirene. Endlich! Der erste richtige Sieg war unter Dach und Fach…

Christoph und Jost machten mit ihren Treffern gegen Post Dresden den zweiten Sieg perfekt.

Nun standen noch die beiden Gorbitzer Teams auf dem Programm. Zunächst die gastgebenden Haie. Im Jahr 2006 verloren wir leider das Finale “sang und klanglos” mit 0:3 gegen diesen Gegner, doch beim Test-Turnier im Dezember hatten wir sehr gut gegen sie ausgesehen. Dementsprechend entwickelte sich auch diesmal ein rassiger Fight. Obwohl wir keineswegs schlechter waren, gerieten wir mit zwei Toren in Rückstand. Das lag an zum Teil etwas unglücklichen Torwartaktionen, aber der ungewohnte Ball sei hier als Entschuldigung angeführt… Als es nur noch Sekunden bis zum Schluss waren, gelang Christoph nach prima Vorlage von Marko noch der Anschlusstreffer zum 1:2. Allerdings schien es zu spät für einen weiteren Treffer zu sein, da die Uhr nur noch 11 Sekunden anzeigte. Keiner rechnete mehr mit einer gefährlichen Aktion, doch man luchste einem leichtfertigen Gegner nochmals den Ball ab, aus spitzem Winkel war aber leider kein ernsthafter Torschuss mehr möglich. 1:2 verloren wir: schade…

Auch die Revanche zum Cup-Finale 2006 gegen die Haie konnten die 89er nicht für sich entscheiden.

Unser letztes Spiel fand nun gegen die noch unbesiegten Top-Favoriten Torpedo Gorbitz statt, die mit Stars wie “Weißer Feder” auftrumpfen konnten. Wie zu erwarten fingen wir uns gleich ein Gegentor ein. Doch, wir hatten uns nun besser in’s Turnier gefunden. Alle hatten nun Ballsicherheit zurück gewonnen und so gelang nach einer schnellen Kombination im “One-touch” Stil dem agilen Frank der 1:1 Ausgleich. Nun wurde das Spiel ein offener Schlagabtausch. Wir wurden mit mehreren Eckbällen belagert. Nach einem, bekam Christoph den Ball und stürmte “wie vom wilden Hans” gebissen über den Platz. Obwohl die Gegenspieler drängelten und drückten (ein blauer Fleck auf dem Spann und ein Veilchen unterm linken Auge zeugten noch fast zwei Wochen von der Aktion…) behaupete er den Ball und drückte mit etwas Glück den Ball über die Linie. Die Halle jubelte! Der Gegner war nun richtig angestachelt und machte noch mehr Druck. Dem schnellen Starspieler konnte man leider mehrfach nicht folgen, so das wir  leider recht bald wieder hinten lagen. Als das 2:4 fiel, sah alles nach einer klaren Angelegenheit aus, doch noch einmal schalteten wir einen Gang nach oben. Marko fiel erst durch ein blitzsauberes Tackling auf, indem er in höchster Not einen Durchbruch an der Mittellinie stoppte, kurz später passte er auf Christoph, der aus kurzer Distanz den Ball noch zum 3:4 Anschlusstreffer in die Maschen drosch. Jetzt wurde es noch hektisch. Obwohl wir alles probierten schafften wir den Ausgleich nicht mehr, waren aber dennoch stolz auf die Leistung.

Trotz knapper 3:4 Niederlage gegen den Gesamtsieger Torpedo Gorbitz bot das letzte Spiel einen versöhnlichen Turnierabschluss.

Letztendlich kann man mit dem 5. Platz sicherlich nicht ganz zufrieden sein. Es gibt aber naturgemäß genügend Ausreden, von denen ich hier nur folgende aufzählen möchte: 1. Der Platz war zu groß. / 2. Der Ball zu klein / 3. Der Thomas im Tor hatte zu wenig Spielpraxis auf dieser Position (was der kleine Ball noch schlimmer machte) / 4. Der Boden war zu rutschig. Die Aufzählung macht deutlich, dass an diesem Tag nicht mehr drin war, oder!? ;-) Wie dem auch sei, es zeigte sich doch leider auch das alte Leubnitzer-Problem der übermäßigen Nervosität bei Turnieren, mit welchem wir uns selber etwas hemmen. Nichts desto trotz war es prima, das wir uns zum Ende hin steigerten. Das macht Mut für weitere Taten in dieser Saison! Ich bedanke mich bei allen Mitspielern und weise an dieser Stellle auf unser nächstes Freundschaftsspiel hin: am 15.04. geht es gegen die Archäologen in der Sachsenwerk-Arena.

bis dahin, “Sport frei!”, C.B.

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Kommentare
  1. Marko sagt:

    Ich habe den Artikel vom Biebs jetzt mal sichern können. Leider sind die Fotos auf dem Server verloren gegangen (einige andere auch noch). Die kann der Biebs ja mal bei Gelegenheit nachreichen

  2. Thomas sagt:

    Bei mir (Torwart) lag es eindeutig an der fehlenden langen Hose bzw. den Knieschonern ;-).

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